Gegen Verspannungen im unteren Rücken
Oberkörper durch Hüftschwung von rechts nach links in Drehung bringen, Arme pendeln locker mit wie bei einer Schlenkerpuppe, Knie, Nacken und Kopf mitgehen lassen.
Mit Rückenschmerzen sind Sie nicht allein. Doch was hilft gegen die Beschwerden? Schon einfache Mittel und Übungen helfen weiter. Mit unseren Tipps können Sie Ihren Rücken gezielt entlasten und Rückenschmerzen nachhaltig lindern.
Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachen in Deutschland die meisten Arbeitsunfähigkeitstage (rund 20 Prozent). Rückenschmerzen gelten als arbeitsbedingte Volkskrankheit Nummer eins. Schuld ist aber nicht allein falsches oder vermehrtes Sitzen. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bewegen rund ein Viertel aller Berufstätigen hierzulande häufig schwere Gegenstände. Allen voran Menschen in vielen Handwerksberufen.
Die Ursache für Rückenschmerzen ist häufig eine Überlastung der Rückenmuskulatur. Gerade in vielen Handwerksberufen ist das der Fall. Maurer, Dachdecker oder Schweißer verrichten körperlich sehr anspruchsvolle Arbeit. Man könnte fast sagen, eine Überforderung der Rückenmuskulatur ist hier berufsimmanent.
Physische Inaktivität, also wenn man den Tag über hauptsächlich im Sitzen arbeitet, führt ebenfalls zu Muskel-Skelett-Erkrankungen. Auch regelmäßiges Arbeiten in Zwangshaltungen (also etwa fast ausschließliches Arbeiten im Bücken, Liegen oder Knien) begünstigt Rückenschmerzen.
Bis der Rücken tatsächlich schmerzt, vergeht meist ein wenig Zeit. So lange wir unseren Rücken nicht spüren, machen wir viel zu oft wenig, um ihn zu stärken. Ab jetzt besser schon. Was wir uns nämlich immer bewusst machen sollten: Neben den Beinen verrichtet die Wirbelsäule jeden Tag Höchstleistungen und trägt das gesamte Gewicht von Kopf, Rumpf und Armen.
Am häufigsten treten Rückenschmerzen im unteren Rücken auf, dem Bereich der Lendenwirbelsäule. Hier lasten Gewicht und Bewegung besonders stark, weshalb langes Sitzen, schweres Heben oder eine schwache Rumpfmuskulatur schnell zu Verspannungen und Schmerzen im unteren Rücken führen.
In den meisten Fällen sind diese Beschwerden harmlos und klingen mit Bewegung, Wärme und gezielter Kräftigung von selbst wieder ab. Wichtig ist, trotz Schmerz aktiv zu bleiben und die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur regelmäßig zu stärken, um erneuten Beschwerden vorzubeugen.
Ist der Rückenschmerz erst einmal da, braucht es zunächst einmal schnelle Hilfe. Expertinnen und Experten empfehlen dann Wärme zur akuten Entspannung von überlasteter Muskulatur und Bändern. Wärmepackungen lassen sich auch zu Hause einfach anwenden. Ebenso geeignet sind Saunagänge oder Thermalbäder zur schnellen Entspannung. Doch wichtig ist dann, das Problem auch an der Wurzel anzugehen. Das telemedizinische Coaching "recovita plus" kann ein erster Schritt dazu sein.
Was wir uns immer bewusst machen sollten: Neben den Beinen verrichtet die Wirbelsäule jeden Tag Höchstleistungen und trägt das gesamte Gewicht von Kopf, Rumpf und Armen. Rückensstärkendes Training und Veränderungen im Arbeitsalltag – eine gezielte Arbeitsergonomie – sind für dauerhafte Schmerzfreiheit ganz wesentlich.
Empfohlen wird eine Matratze, die die Wirbelsäule gerade abstützt und sich dem Körper anpasst, also weder zu weich noch zu hart ist. Welcher Härtegrad passt, hängt von Körpergewicht, Schlafposition und persönlichem Empfinden ab.
Bei verspannungsbedingten und akuten Rückenschmerzen wirkt meist Wärme wohltuend, weil sie die Muskulatur lockert und die Durchblutung fördert. Kälte kann dagegen sinnvoll sein, wenn der Schmerz mit einer akuten Entzündung oder Schwellung einhergeht.
Ja, Stress und seelische Belastungen können die Rückenmuskulatur dauerhaft anspannen und so Schmerzen auslösen oder verstärken. Entspannungsverfahren und der Abbau von Stress sind deshalb oft ein wichtiger Teil der Behandlung.
Akute, unspezifische Rückenschmerzen bessern sich meist innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst. Halten die Beschwerden länger als sechs Wochen an, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.