Autogenes Training – Entspannung leicht gemacht!

Redaktion
IKK classic

Schlafstörungen, Schwindel, Erschöpfung, Stress – autogenes Training lindert eine Vielzahl an psychischen und psychosomatischen Beschwerden oder hilft Ihnen ganz einfach dabei, ruhig und entspannt zu bleiben. Wir erklären, wie die Entspannungstechnik funktioniert und wo Sie Kurse bei qualifizierten Trainern buchen können.

Was ist Autogenes Training?

Gehört hat man den Begriff schon oft, aber was steckt dahinter? Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auf Autosuggestion beruht. Das heißt, dass autogenes Training das Unterbewusstsein schult. Man könnte vereinfacht auch von Meditation oder Selbsthypnose sprechen.

Tatsächlich ist das autogene Training eine Ableitung der klassischen Hypnose, die erstmals 1920 vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz vorgestellt wurde. Obwohl autogenes Training seit fast 100 Jahren praktiziert wird, ist es so aktuell wie nie, denn immer mehr Menschen fühlen sich gestresst oder dem Alltag nicht mehr gewachsen.

Wie funktioniert das Entspannungstraining?

Die Praxis ist ganz leicht: Mit ein wenig Übung können Sie sich jederzeit und an jedem Ort in einen wohltuenden schlafähnlichen Zustand versetzen. Dafür benötigen Sie nur Ruhe, eine bequeme Position im Sitzen oder Liegen und eine Abfolge von Sätzen, die Sie sich im Geiste vorsagen.

Zudem lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung und den Körper bzw. bestimmte Körperteile, wodurch sich Ihre Muskeln entspannen. Autogenes Training hat einen positiven Einfluss auf das vegetative Nervensystem, hilft dabei, den gesamten Körper, die Organe und Muskeln zu entspannen, Ruhe zu finden und fördert dadurch den Stressabbau.

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In acht Kurseinheiten lernen Sie ganz bequem vor dem heimischen Bildschirm, wie Sie die Methode des Autogenen Trainings anwenden.

Die sieben Übungen der Grundstufe

Das Entspannungstraining besteht aus sieben einzelnen Übungen. Es geht los mit dem Erleben von Ruhe, das Mantra dazu lautet zum Beispiel: „Ich bin ungestört, ich bin äußerlich und innerlich ruhig“. Es geht weiter mit der Schwere-Übung, bei der man sich vorstellt, dass die Arme und Beine schwer werden. Ähnlich funktioniert die Wärme-Übung, die die Durchblutung des Körpers fördert, die Formel hierfür lautet: „Mein ganzer Körper ist angenehm warm“. Als nächstes sind der Atem, das Herz und der Solarplexus, also die Körpermitte an der Reihe. Zum Schluss wird die Konzentration auf den Kopf und die Stirn gelenkt.

Tiefe Atmung und das sogenannte „Zurücknehmen“ beenden die Übung und damit auch den trance-ähnlichen Zustand, den Geübte schnell herstellen können. Es dauert einige Wochen, diesen Ablauf der Entspannung zu erlernen und zu verinnerlichen, das Training erfolgt idealerweise in einer Gruppe und unter fachkundiger Anleitung. Darüber hinaus gibt es verschiedene Variationen, eine Mittel- und eine Oberstufe, bei denen die mentalen Aufgaben anspruchsvoller werden.

Autogenes Training zum Einschlafen

Viele Menschen nutzen Autogenes Training zum Einschlafen, denn die Methode senkt das Anspannungsniveau und erleichtert den Übergang in den Schlaf. Wer abends im Bett die Schwere- und Wärmeformeln ruhig wiederholt, lenkt die Aufmerksamkeit weg von kreisenden Gedanken und signalisiert dem Körper, dass er zur Ruhe kommen darf.

Anders als beim Tagestraining lässt man die abschließende Zurücknahme bewusst weg, um direkt in den Schlaf hinüberzugleiten. Schon wenige Minuten vor dem Zubettgehen, regelmäßig geübt, können die Einschlafzeit spürbar verkürzen.

Für wen ist diese Art der Selbstentspannung geeignet?

Die Methode ist für jeden und fast jede Altersgruppe geeignet, für Kinder ab acht Jahren, Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter. Es ist sogar die beliebteste Entspannungstechnik in Deutschland. Autogenes Training kann uns stärken, für mehr Wohlbefinden sorgen und uns Lebensfreude schenken.

Es ist heilsam bei körperlichen Leiden und psychosomatischen Störungen wie Verstopfung, Schmerzen, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, hohem Blutdruck, Magenschmerzen oder Asthma und bei psychischen Problemen wie Beklemmungen, leichten Ängsten und depressiven Verstimmungen. Zudem kann es für die allgemeine Leistungssteigerung oder bei der Raucherentwöhnung förderlich sein.

Einzige Ausnahme: Bei schwerwiegenden psychischen Beschwerden wie Wahnvorstellungen oder Angstzuständen sollte das autogene Training auf keinen Fall eingesetzt werden.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen

Hat Autogenes Training Nebenwirkungen?

Autogenes Training gilt als sehr nebenwirkungsarm. In seltenen Fällen können beim Üben vorübergehend Unruhe oder ungewohnte Körperempfindungen auftreten, weshalb bei schweren psychischen Erkrankungen eine fachliche Begleitung ratsam ist.

Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung – was ist besser?

Beide Verfahren sind wirksam, setzen aber unterschiedlich an: Die progressive Muskelentspannung arbeitet über gezieltes An- und Entspannen der Muskeln, Autogenes Training rein über die Vorstellungskraft. Welche Methode besser passt, hängt davon ab, ob Sie einen körperlichen oder einen mentalen Zugang bevorzugen.

Was ist der Unterschied zwischen Autogenem Training und Meditation?

Autogenes Training folgt festen Formeln und richtet die Aufmerksamkeit gezielt auf Körperempfindungen wie Schwere und Wärme. Klassische Meditation ist meist offener und konzentriert sich auf Atem oder Achtsamkeit, ohne ein vorgegebenes Formelschema.

Wie oft sollte man Autogenes Training üben?

Zu Beginn üben Sie idealerweise täglich und mehrmals für einige Minuten, um den Ablauf zu verinnerlichen. Sobald die Technik sitzt, genügt es oft, sie gezielt bei Stress oder vor dem Schlafen einzusetzen.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

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