Viel Zucker, viel Fett, wenig Sport – schon lange warnen Experten vor den gesundheitlichen Folgen eines ungesunden Lebensstils; und zwar in allen Schichten und Altersgruppen. Nicht umsonst gilt Diabetes mellitus Typ 2 mittlerweile als Volkskrankheit: Unter allen Diabetes-Erkrankten leiden laut Bundesministerium für Gesundheit 90 bis 95 Prozent an Typ-2-Diabetes. Und viele Erkrankte wissen nicht einmal, dass sie Diabetes haben: Laut International Diabetes Federation sind unter den 9,5 Millionen Erkrankten etwa 4,5 Millionen Diabetes-Fälle unentdeckt.
Neben genetischer Veranlagung zählen nachweislich Stress, eine schlechte Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung und übermäßiger Alkoholkonsum zu den größten Risikofaktoren. Da sich die chronische Erkrankung des Stoffwechsels meist schleichend im Laufe des Lebens entwickelt, nannte man sie früher auch "Altersdiabetes". Mittlerweile erkranken aber auch immer häufiger junge Menschen.
Mit gravierenden gesundheitlichen Folgen: Diabetiker sind häufig müde, unkonzentriert und besonders anfällig für Infekte. Gleichzeitig schädigt ein erhöhter Blutzuckerspiegel langfristig Nerven, Gefäße und Organe und führt zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt sogar davor, dass Diabetes bis zum Jahr 2030 eine der sieben führenden Todesursachen ist.