Richtig heizen und lüften: gesund durch den Winter

Redaktion
IKK classic

Wenn draußen Wind und Regen wüten, gibt es kaum etwas Schöneres, als drinnen im Warmen zu sein. Richtig heizen und lüften spart dabei Energiekosten und schützt zugleich die Gesundheit. Diese smarten Tipps helfen Ihnen, gesund, grün und günstig zu heizen.

Heizen ist für die meisten Haushalte der größte Posten der Energiekosten – wie hoch er ausfällt, schwankt allerdings stark von Jahr zu Jahr. Der Heizspiegel weist für Gashaushalte 2024 einen Rückgang von rund 16 Prozent aus, 2025 dagegen wieder ein Plus von etwa 15 Prozent. Vor allem Bewohnerinnen und Bewohner in Altbauten stehen im Winter vor der Herausforderung, ihre Räume richtig zu temperieren. Denn falsches Heizen kann nicht nur ins Geld gehen, sondern ist auch ungesund: Zu hohe Temperaturen fördern Trägheit und Abgeschlagenheit. Ist es zu kalt, dann kondensiert die Feuchtigkeit an den Wänden und Schimmel droht – ein Problem für die Atemwege.

Ein gesundes Raumklima ist aber auch in Neubauten nicht immer einfach herzustellen. Durch die gute Isolation sammelt sich hier verbrauchte Atemluft oder Feuchtigkeit vom Kochen oder Duschen. Damit steigt die Gefahr von Schimmelbildung. Folglich sollte regelmäßig und möglichst energiesparend gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern und Schimmelpilzsporen zu vertreiben.

Wie sollte man richtig heizen und lüften im Winter?

Richtiges Heizen und Lüften spart nicht nur Energie, sondern schafft auch ein gesundes Raumklima und verhindert die Bildung von Schimmel. Die optimale Raumtemperatur liegt etwa zwischen 18 und 22 Grad. Ein wenig kälter darf es auf Fluren sein, vorausgesetzt, die Türen zu den stärker beheizten Räumen bleiben geschlossen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant zwischen 40 und 60 Prozent liegen. In schlecht gedämmten Wohnungen empfiehlt das Umweltbundesamt, im Winter eher unter 50 Prozent zu bleiben, weil an kühlen Außenwänden sonst Feuchtigkeit kondensiert. Um das Raumklima im Blick zu behalten, können Sie sich im Baumarkt oder Online-Handel ein Thermo-Hygrometer zulegen, das die Temperatur und Feuchtigkeitswerte in Ihrer Wohnung anzeigt. Außerdem gibt es einige Smart-Home-Lösungen und programmierbare Thermostate, die automatisch ein angenehmes Raumklima schaffen (ebenfalls online oder im Baumarkt erhältlich).

Vor jedem Winter sollten Sie alle Heizkörper warten lassen und entlüften. Vor allem bei alten Fenstern und Türen kann es sich lohnen, diese zusätzlich zu isolieren. Hier können schon einfache Dichtungsbänder aus dem Baumarkt einen großen Unterschied machen. Wenn Sie zusätzlich nur um ein Grad kälter heizen, kann das Einsparungen von bis zu sechs Prozent für Ihre Heizkosten bedeuten.

7 Tipps für richtiges Heizen:

  • Alle Heizkörper nutzen

    Nutzen Sie alle Heizkörper Ihrer Wohnung und versuchen Sie nicht, mit vereinzelten Heizungen die komplette Wohnung aufzuwärmen.

  • Keine Möbel vor der Heizung

    Stellen Sie keine großen Möbel vor die Heizung, um deren Heizleistung optimal nutzen zu können und damit sich die Wärme gut im Raum verteilen kann. Auch an Außenwänden sollten Möbel mindestens zehn Zentimeter Abstand haben, sonst kühlt die Wand dahinter aus und Schimmel kann entstehen.

  • Temperaturunterschiede vermeiden

    Zwischen den Räumen sollte kein Temperaturunterschied von mehr als fünf Grad Celsius herrschen. So kann keine feuchte Luft eines wärmeren Raumes in einen kälteren Raum gelangen und dort Schimmel verursachen.

  • Temperatur konstant halten

    Halten Sie die Temperatur tagsüber konstant und drehen Sie die Heizung nur nachts gegebenenfalls herunter.

  • Bei kalter Außentemperatur nicht die Heizung ganz ausschalten

    Bei kalten Außentemperaturen sollte die Heizung in keinem Raum komplett ausgeschaltet sein. Mindestens die Frostschutzeinstellung sollte aktiviert sein. In genutzten Räumen sollte die Temperatur dauerhaft nicht unter 16 Grad fallen, weil sonst Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt.

  • Richtig heizen mit der Fußbodenheizung

    Im Unterschied zu gewöhnlichen Radiatoren reagiert die Fußbodenheizung etwas langsamer auf Veränderungen am Thermostat, da der Boden erst die Wärme flächendeckend aufnehmen muss, bevor er sie abgibt. Beobachten Sie die Einstellung für ein bis zwei Tage auf niedriger Stufe. Ist das Thermostat am Heizkörper über längere Zeit auf Stufe fünf, kann der Raum überhitzen.

  • Fenster (nachträglich) abdichten

    Vor allem im Altbau sind die Fenster oft nicht richtig abgedichtet, sodass Zugluft nach innen kommt und die Wärme entweicht. Wenn Sie undichte Fenster nachträglich mit Dichtungsband abdichten, können Sie bei einer Gasheizung durchschnittlich 230 kg CO2 und circa sieben Euro pro Fenster im Jahr einsparen.

Asthma: Informationen und Angebote für Betroffene

Asthma bronchiale ist eine nicht heilbare chronische Krankheit, jedoch gut zu kontrollieren. Die IKK classic unterstützt Sie dabei.

Thermostat: Symbolerklärung

Mit dem Verstellen des Thermostats wird nicht nur der Wasserfluss im Heizkörper, sondern auch die gewünschte Raumtemperatur reguliert. Das Thermostat sorgt dafür, dass die Temperatur nicht ständig nachjustiert werden muss, sondern auf konstantem Level bleibt.

Neben den Zahlen eins bis fünf befinden sich auf dem Thermostat außerdem die Symbole Sonne, Halbmond und Schneeflocke: Die Schneeflocke symbolisiert die Frostschutzstellung bei sechs Grad Celsius, der Halbmond die Nachttemperatur bei 14 Grad Celsius und die Sonne die Grundeinstellung bei 20 Grad Celsius. Die Zahlen stehen jeweils für etwa vier Grad Unterschied, Stufe 3 entspricht in etwa 20 Grad. Die genauen Werte können je nach Hersteller leicht variieren.

Welche Raumtemperatur ist im Winter optimal?

Gerade im Winter besteht die Gefahr, in den eigenen vier Wänden entweder zu frieren oder gar ins Schwitzen zu kommen. Doch was ist die optimale Raumtemperatur? Vor allem in Schlafzimmern und in Räumen, in denen viel Frischluft zirkuliert, reichen milde Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius aus. Im Wohnbereich sowie im Badezimmer darf es hingegen etwas wärmer sein. Im Wohnzimmer gelten rund 20 Grad als Richtwert, im Badezimmer 22 bis 24 Grad.

Die optimale Schlaftemperatur: Wie kühl sollte das Schlafzimmer sein?

Der Körper senkt zum Einschlafen seine Kerntemperatur leicht ab – in einem überheizten Zimmer fällt ihm das schwerer. Als optimale Schlaftemperatur gelten deshalb 16 bis 18 Grad. Unter 16 Grad sollte es allerdings nicht dauerhaft werden: Kalte Wände und die Feuchtigkeit, die wir nachts über die Atmung abgeben, begünstigen sonst Schimmel. Wer trotz kühlem Zimmer friert, greift besser zu einer wärmeren Decke als zum Thermostat. Und lüften Sie morgens einmal kräftig durch, damit die Nachtfeuchte aus dem Raum kommt.

Warum Lüften auch im Winter wichtig ist

Um ein gutes Raumklima zu schaffen, ist neben richtigem Heizen auch korrektes Lüften ausschlaggebend. Der Frischluft-Kick sorgt gleichzeitig für einen klaren Kopf und verringert die Virenlast in geschlossenen Räumen. Das freut die Atemwege: Das Risiko von entsprechenden Infektionen oder Asthmaanfällen wird reduziert. 

Ein Vier-Personen-Haushalt gibt nicht nur Kohlenstoffdioxid, sondern täglich auch sechs bis zwölf Liter Wasser an die Luft ab. Kombiniert mit Dampf vom Kochen oder Duschen sowie Schadstoffen und Geruchsstoffen von Putzmitteln oder aus Möbeln, bleibt wortwörtlich nur noch wenig Luft zum Atmen.

Ungelüftet führt solche Luft neben Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten auch zu Schimmelbildung an den Wänden. In Kombination mit stickiger Heizungsluft ist deshalb besonders im Winter richtiges Lüften gefragt.

3 Tipps für richtiges Lüften im Winter

Mit diesen drei Tipps können Sie im Jahr bis zu 340 Kilogramm Kohlenstoffdioxid und in etwa 85 Euro einsparen. Darüber hinaus sorgen Sie für einen frischen und gesunden Luftaustausch in Ihren Räumlichkeiten.

  • Regelmäßiges Lüften

    Lüften Sie in den kühlen Wintermonaten drei- bis viermal täglich für circa fünf bis zehn Minuten – vor allem nach dem Kochen, Duschen sowie während des Heizens mit einem Kamin oder mit Kohle und dem Trocknen feuchter Wäsche. Am wirksamsten ist Querlüften: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster gleichzeitig, dann dauert der Luftaustausch nur wenige Minuten.

  • Heizung herunterdrehen

    Drehen Sie während des Lüftens das Thermostat der Heizung herunter, damit die Wärme nicht unnötigerweise nach draußen gelangt. So können Sie Ihre Heiz- und Energiekosten deutlich reduzieren und den Geldbeutel schonen.

  • Fenster weit öffnen

    Öffnen Sie das Fenster beim Lüften komplett. Kipplüften sorgt nur für einen unzureichenden Luftaustausch und erhöht im schlimmsten Fall sogar die Gefahr, dass sich gesundheitsschädlicher Schimmel an den ausgekühlten Wänden bildet.

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Durch die Verengung der Atemwege wird insbesondere das Ausatmen erschwert. COPD ist noch nicht heilbar. Betroffene können einiges tun.

Tipps für ein gesundes Raumklima:

  • Im Winter wird das Immunsystem nicht nur durch die äußeren Bedingungen geschwächt, auch trockene Heizungsluft begünstigt Erkältungen, da sie die Schleimhäute austrocknet und ihre Abwehrfunktion hemmt. Achten Sie deshalb auf eine zusätzliche Befeuchtung der Raumluft, zum Beispiel mit einem feuchten Handtuch oder einer Schüssel mit Wasser auf der Heizung. Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen

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  • Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig (unter 40 Prozent), ist außerdem ein Luftbefeuchter sinnvoll (zum Beispiel im Baumarkt erhältlich): Der Keramikbehälter wird einfach an den Heizkörper gehängt und mit Wasser gefüllt. Für einen durchschnittlichen Raum von 25 Quadratmetern genügt ein Behälter, bei dem Sie ein- bis zweimal pro Woche das Wasser wechseln sollten – das Gefäß dabei gründlich reinigen.

  • Wenn Sie an gereizter oder trockener Nasenschleimhaut leiden, können regelmäßige Nasenduschen mit Meersalz helfen. Nasensprays sollten Sie nur bei Erkältungen und maximal nur eine Woche verwenden, da ein längerer Gebrauch das Gleichgewicht der Schleimhäute stört.

  • Auch Inhalieren von Wasserdampf, dem Sie etwas Salz oder ätherische Öle beimischen können, hilft, trockene Nasenschleimhäute auf natürliche Weise zu befeuchten.

  • Pflanzen können ebenfalls die Luftfeuchtigkeit erhöhen – besonders gut geeignet sind großblättrige Arten wie Zimmerlinde, Ficus oder Zyperngras.

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Tipps für ein gesundes Raumklima:

  • Im Winter wird das Immunsystem nicht nur durch die äußeren Bedingungen geschwächt, auch trockene Heizungsluft begünstigt Erkältungen, da sie die Schleimhäute austrocknet und ihre Abwehrfunktion hemmt. Achten Sie deshalb auf eine zusätzliche Befeuchtung der Raumluft, zum Beispiel mit einem feuchten Handtuch oder einer Schüssel mit Wasser auf der Heizung. Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen Sie das Gefäß gründlich, denn in stehendem Wasser vermehren sich Keime rasch.

    Erkältung, Grippe oder Corona? Symptome und Unterschiede
  • Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig (unter 40 Prozent), ist außerdem ein Luftbefeuchter sinnvoll (zum Beispiel im Baumarkt erhältlich): Der Keramikbehälter wird einfach an den Heizkörper gehängt und mit Wasser gefüllt. Für einen durchschnittlichen Raum von 25 Quadratmetern genügt ein Behälter, bei dem Sie das Wasser täglich wechseln und das Gefäß regelmäßig gründlich reinigen sollten. Andernfalls gelangen Bakterien und Schimmelpilzsporen in die Raumluft, was vor allem für Allergikerinnen und Menschen mit Asthma ein Risiko darstellt.

  • Wenn Sie an gereizter oder trockener Nasenschleimhaut leiden, können regelmäßige Nasenduschen mit Meersalz helfen. Abschwellende Nasensprays sollten Sie nur bei Erkältungen und maximal nur eine Woche verwenden, da ein längerer Gebrauch das Gleichgewicht der Schleimhäute stört. Reine Meerwasser- oder Kochsalzsprays sind davon nicht betroffen und können länger angewendet werden.

  • Auch Inhalieren von Wasserdampf, dem Sie etwas Salz beimischen können, hilft, trockene Nasenschleimhäute auf natürliche Weise zu befeuchten. Auf ätherische Öle sollten Menschen mit Asthma oder allergischer Veranlagung dabei besser verzichten: Die Dämpfe können die Atemwege reizen. Für Säuglinge und Kleinkinder sind Kampfer, Menthol und Eukalyptusöl laut Bundesinstitut für Risikobewertung generell nicht geeignet.

  • Pflanzen können ebenfalls die Luftfeuchtigkeit erhöhen – besonders gut geeignet sind großblättrige Arten wie Zimmerlinde, Ficus oder Zyperngras. Der Effekt einzelner Pflanzen auf das Raumklima ist allerdings gering und ersetzt das Lüften nicht.

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Wenn Sie diese einfachen Tipps zum richtigen Lüften und Heizen im Winter befolgen, steht einer kuschelig-gemütlichen und vor allem gesunden Jahreszeit nichts mehr im Wege.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss man Heizkörper entlüften?

In der Regel genügt einmal jährlich zu Beginn der Heizsaison. Zwischendurch ist Entlüften nötig, wenn der Heizkörper gluckert oder trotz aufgedrehtem Thermostat nicht mehr richtig warm wird.

Was tun, wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent liegt?

Häufiger stoßlüften, Wäsche nicht in der Wohnung trocknen und nach dem Duschen oder Kochen sofort lüften. Bleibt der Wert trotzdem hoch, sollten Sie einen Baumangel als Ursache prüfen lassen.

Ist Schimmel in der Wohnung gesundheitsschädlich?

Ja, Schimmelsporen können Atemwege und Schleimhäute reizen sowie Allergien und Asthmabeschwerden verstärken. Größere befallene Flächen ab etwa einem halben Quadratmeter sollten Fachleute beseitigen.

Wie warm muss eine Mietwohnung mindestens sein?

Die Rechtsprechung geht üblicherweise von mindestens 20 Grad tagsüber in Wohnräumen aus, nachts von etwa 18 Grad. Einen bundesweit einheitlichen gesetzlichen Wert gibt es dafür aber nicht.

Wie viel spart ein programmierbares Thermostat?

Laut Umweltbundesamt lassen sich damit rund zehn Prozent Heizenergie einsparen, weil nur zu den tatsächlich benötigten Zeiten geheizt wird. Die Anschaffung amortisiert sich meist innerhalb einer Heizperiode.

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Veröffentlicht am 01.10.2026

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