Das kennen Sie sicher auch: Eben war man noch fit wie ein Turnschuh und im nächsten Moment fühlt man sich matt und abgeschlagen. Meist ist das nur der Beginn einer harmlosen Erkältung, manchmal kann es auch eine ausgewachsene Grippe sein. Oder auch Covid-19, die Krankheit, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Da sich die Symptome vor allem in den ersten Tagen ähneln, ist es schwierig zu erkennen, um welche der drei Erkrankungen es sich handeln könnte.
Grippe, Erkältung oder Corona? So unterscheiden sich die Symptome
Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Husten nimmt zu: Ist es Grippe oder Erkältung? Oder steckt vielleicht Corona dahinter? Zu Beginn treten oft ähnliche Symptome auf, doch dahinter können verschiedene Atemwegsinfekte stecken. Woran Sie sie erkennen, wie sich die Infekte unterscheiden und wie Sie sich in der Erkältungssaison am besten schützen, erfahren Sie hier.
- Grippesaison in Deutschland: Wie hoch sind die Influenza-Zahlen?
- Wie erkennt man den Unterschied zwischen Grippe und Corona?
- Was ist ansteckender: Grippe oder Corona?
- Symptome und Therapie: Erkältung, Grippe und Corona
- RSV: Der vierte große Atemwegsinfekt im Winter
- Ansteckung vorbeugen: Die wichtigsten Maßnahmen
- Hausmittel bei Grippe, Erkältung und Corona
- Wie inhaliere ich richtig?
- Wann sollte ich zum Arzt gehen?
- Erkältung oder Corona bei Kindern
- FAQ: Häufig gestellte Fragen
Grippesaison in Deutschland: Wie hoch sind die Influenza-Zahlen?
Sinken die Temperaturen, steigen die Krankheitszahlen. Von Oktober bis Mitte Mai breitet sich die Erkältungs- und Grippesaison in Deutschland aus und trifft jährlich Millionen. Besonders die saisonale Influenza – also die „echte“ Grippe – sorgt jedes Jahr für viele Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und leider auch Todesfälle. In der Saison 2025/26 registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) 236.853 laborbestätigte Influenza-Fälle in Deutschland.
Was ist eine Grippewelle?
Von einer Grippewelle ist die Rede, wenn bei jeder fünften getesteten Person (also mindestens 20 Prozent der untersuchten Proben) Influenza-A- oder -B-Viren nachgewiesen werden, erklärt das RKI. Meist beginnt sie um den Jahreswechsel und dauert drei bis vier Monate. 2025/26 startete sie bereits Ende November und erreichte ihren Höhepunkt Anfang Januar.
Warum hat der Winter Hochsaison? Kälte und trockene Luft machen Influenzaviren widerstandsfähiger. Gleichzeitig verbringen die Menschen mehr Zeit in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen. Trockene Schleimhäute und eine im Winter oft schwächere Immunabwehr begünstigen zusätzlich Infektionen. Einen Überblick über die aktuelle Lage liefert das Infektionsradar. Wöchentliche Updates veröffentlicht zudem die Arbeitsgemeinschaft Influenza in ihren ARE-Wochenberichten.
Gibt es noch Corona?
Den internationalen Gesundheitsnotstand wegen Corona hat die WHO im Mai 2023 aufgehoben, doch das Coronavirus ist weiterhin unterwegs und verändert sich regelmäßig. Aktuell sind laut Wochenberichten des RKI drei Virusvarianten für die meisten Covid-Erkrankungen in Deutschland verantwortlich: Nimbus (NB.1.8.1), Stratus (XFG) und Cicada (BA.3.2). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das RKI gehen derzeit nicht von einem erhöhten Risiko für die öffentliche Gesundheit durch diese Varianten aus. Außerdem gilt weiterhin: Wer bereits Kontakt mit dem Virus hatte oder geimpft ist, wird wahrscheinlich nur milde oder keine Symptome wahrnehmen.
Wie erkennt man den Unterschied zwischen Grippe und Corona?
Eine Grippe beginnt meist abrupt: Betroffene fühlen sich von einem Tag auf den anderen krank. Bei einer Infektion mit dem Coronavirus entwickeln sich Beschwerden dagegen häufig schleichend – manche Betroffene bleiben zunächst sogar symptomfrei, können aber dennoch unter Langzeitfolgen leiden. Eine Erkältung verläuft in der Regel milder und klingt nach wenigen Tagen ab; Fieber tritt hier deutlich seltener auf.
Auch die Inkubationszeit unterscheidet sich: Bei Influenza zeigen sich erste Symptome meist nach ein bis drei Tagen. Bei Covid-19 dauert es laut RKI durchschnittlich drei bis vier Tage.
Da sich die Anzeichen von Corona kaum von anderen Atemwegserkrankungen unterscheiden, bringt oft nur ein Test Klarheit, insbesondere nach Kontakt mit einer infizierten Person. „Es gibt hier keine eindeutige Unterscheidung. Symptome können sehr ähnlich sein“, erklärt Professor Doktor Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Essen. Mit Blick auf die Corona-Mutanten gilt das gleiche. Zwar gibt es Unterschiede zwischen den Variationen, aber auch viele Gemeinsamkeiten zur Grippe: „Bei Delta-Infektionen war häufig tiefes Gewebe betroffen, also Lunge, Nerven und Fettgewebe. Das ist bei der Grippe und bei Omikron eher selten.“
Da es möglich ist, sich mit beiden Viren gleichzeitig zu infizieren, ist eine Grippeschutzimpfung besonders für Risikogruppen sinnvoll.
Was ist ansteckender: Grippe oder Corona?
Im Vergleich zur saisonalen Grippe ist das Coronavirus ansteckender: Die Reproduktionszahl der saisonalen Influenza liegt je nach Grippewelle zwischen 1,2 und 2,2; damit steckt ein Infizierter etwa einen bis zwei weitere Menschen an. Das RKI hat die Basisreproduktionszahl (die Infektionsrate ohne spezielle Schutzmaßnahmen) des sogenannten Wildtyps von Covid-19 mit 2,8 bis 3,8 deutlich höher angesetzt. Das heißt: Ohne Immunität und Schutzmaßnahmen wie Maske tragen, Abstand halten, Kontaktreduktion sowie Impfung würde jede infizierte Person drei bis vier Menschen anstecken. Mutationen wie Omikron wiesen eine deutlich höhere Reproduktionszahl auf. Neuere Varianten des Virus gelten als noch ansteckender, aber nicht gefährlicher.
Symptome und Therapie: Erkältung, Grippe und Corona
Erkältung
Gerade im Herbst und Winter ist es ein gewohntes Bild: Überall wird geniest und gehustet, denn ein Großteil der Deutschen durchlebt mindestens eine Erkältung oder auch grippalen Infekt pro Jahr. Diese Atemwegsinfektion verläuft in der Regel mild und kann durch über 30 unterschiedliche Erreger ausgelöst werden.
Welche Symptome sind typisch bei einer Erkältung?
Zu den Symptomen einer Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, zählen Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen (oder nur ein leichtes Kratzen im Hals), kalte Füße, Gliederschmerzen und dann dieses leicht abgeschlagene Gefühl – seltener auch erhöhte Temperatur oder Fieber. Mit der echten Grippe hat sie jedoch nichts zu tun. Aufgrund der verschiedenen auslösenden Viren kann eine Infektion sehr unterschiedlich verlaufen. Grundsätzlich gilt: Die Beschwerden sollten sich spätestens nach sieben Tagen bessern und nach zwei Wochen komplett verschwunden sein. In Einzelfällen, etwa bei Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem oder Kleinkindern, kann auch eine Erkältung zu schweren Komplikationen führen.
Bekommt man von Kälte eine Erkältung?
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass beispielsweise zu dünne Kleidung in der kalten Jahreszeit eine Erkältung auslösen kann. Dies stimmt so nicht, denn eine Erkältung wird durch Viren verursacht. Aber: Wenn der Körper friert, wird sein Abwehrmechanismus geschwächt und er kann sich schneller mit Viren infizieren.
Wie lange ist eine Erkältung ansteckend?
Ansteckend ist eine Erkältung vor allem am Anfang. Gerade in den ersten zwei bis drei Tagen ist man am stärksten ansteckend. Vor allem beim Niesen, Sprechen und Husten werden die Viren – in Schleimtröpfchen eingebettet – in der Raumluft weit verteilt und gelangen über die Atmung auf die Schleimhäute von anderen Menschen.
Grippe
Die große Schwester der Erkältung, die echte Grippe – auch Influenza genannt – wird durch Influenzaviren ausgelöst. Mit ihr ist nicht zu spaßen, denn sie verläuft nicht immer ohne Komplikationen. Schwere Verläufe sind zwar bei Menschen mit einem gesunden Immunsystem relativ selten, bei den gefürchteten Grippewellen treten jedoch auch immer wieder Todesfälle auf. Besonders ältere Menschen und Kinder sind gefährdet.
Welche Symptome sind typisch bei einer Grippe?
Bei einer Influenza treten die Krankheitszeichen typischerweise meist ganz plötzlich auf – und sie sind stärker als bei einer normalen Erkältung. Insbesondere Abgeschlagenheit, Müdigkeit, plötzlich einsetzendes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen sind deutlich ausgeprägter. Zudem geht eine Grippe weitaus häufiger mit einem nachfolgenden trockenen Husten einher als eine Erkältung.
Doch gerade anfangs kann man die Grippe leicht mit einer Erkältung verwechseln. Der Unterschied zwischen Influenza und Erkältung zeigt sich meist im Verlauf und in der Schwere der Erkrankung.
Vor allem bei älteren, chronisch kranken oder immungeschwächten Personen kann es zu bakteriellen Komplikationen kommen, wie zu einer schweren Lungenentzündung oder einer Entzündung des Herzmuskels.
Was tun bei Fieber?
Reagiert der Körper mit Fieber, also mit einer erhöhten Temperatur über 38 Grad Celsius, ist dies keine eigenständige Krankheit, sondern eine Abwehrreaktion des Organismus. Wenn der Körper Grippeviren bekämpft, setzt er Botenstoffe frei, die zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen können. Dies ist eigentlich eine wünschenswerte Funktion, denn dadurch werden die Stoffwechselvorgänge beschleunigt, was die Abwehrreaktion des Körpers unterstützt. Also: Greifen Sie nicht zu schnell zu fiebersenkenden Maßnahmen.
Wie lange ist eine Grippe ansteckend?
Die Grippe ist bereits während ihrer Inkubationszeit ansteckend. Sie beträgt meist ein bis drei Tage. Nach Ausbruch der Grippe können die Viren noch drei bis fünf Tage ansteckend sein, Kinder können die Influenza sogar bis zu sieben Tage nach Auftreten der ersten Symptome weitergeben.
Covid-19
Wie bei der Grippe können bei COVID-19 anfänglich unterschiedliche Symptome einer akuten Atemwegsinfektion auftreten. Laut WHO und RKI gibt es häufige und weniger häufige Symptome. Auch der Schweregrad kann ganz unterschiedlich sein: Manche Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, zeigen gar keine Symptome, können aber andere Personen anstecken. Doch ebenso wie bei den anderen beiden Erkrankungen sind insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen deutlich gefährdeter für einen schweren Verlauf.
Häufige Symptome bei Covid-19
Typische Symptome sind Halsschmerzen, Husten, Fieber und Schnupfen sowie eine generelle Müdigkeit/Abgeschlagenheit. Ein Teil der am Coronavirus erkrankten Personen nimmt eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinns wahr.
Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung sind nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 auch Langzeitfolgen („Long COVID”) möglich. Auch wenn die Studien bisher noch kein einheitliches Krankheitsbild ergeben, gibt es zumindest häufig auftretende Symptome für Long beziehungsweise Post Covid.
Seltenere Symptome von Covid-19
Laut RKI leiden manche Betroffene auch an Atemnot sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust seien aufgetreten, ebenso wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Manche Infizierte erleiden eine Bindehautentzündung, Hautausschlag oder eine Schwellung der Lymphknoten, fühlen sich apathisch und schläfrig. Der WHO zufolge kann auch eine Verfärbung der Finger oder Zehen auftreten.
Bei welchen Symptomen sollte man sich testen lassen?
Das RKI empfiehlt Menschen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung, drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung zu Hause zu bleiben. Ein Test ist vor allem sinnvoll, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, weil dann eine frühe antivirale Behandlung infrage kommt. Aber Vorsicht: Bei der Omikron-Variante tritt der Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn bisher weniger häufig auf. Schnupfen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen sind bei dieser Mutante die häufigsten Hinweise auf eine Infektion.
Menschen, die hauptberuflich oder ehrenamtlich mit Personen in Kontakt kommen, die generell ein höheres Risiko für schwere Erkrankungen haben, sollten sich ebenfalls testen lassen. Das sind zum Beispiel Beschäftigte in der Altenpflege oder im Krankenhaus.
RSV: Der vierte große Atemwegsinfekt im Winter
Neben Grippe, Erkältung und Corona sorgt jeden Winter auch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) für viele Erkrankungen, meist zwischen November und April. Typische RSV-Symptome sind Schnupfen, Husten und Fieber. Bei Erwachsenen verläuft die Infektion oft wie eine Erkältung. Bei Säuglingen und älteren Menschen kann sie jedoch die unteren Atemwege befallen und zu Atemnot führen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb allen Säuglingen in ihrer ersten RSV-Saison eine Antikörper-Prophylaxe und allen Menschen ab 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung, bei schweren Grunderkrankungen oder im Pflegeheim bereits ab 60.
Hausmittel bei Grippe, Erkältung und Corona
Der Essener Virologe Prof. Dr. Dittmer rät: „Ruhe und viel trinken. Vitamin A und C können Symptome nachweislich verkürzen. Kein Sport nach Erkrankung wegen der Gefahr einer Herzmuskelentzündung.“ Also: Zur Ruhe kommen, viel schlafen, ausreichend trinken – das sind die drei wichtigsten Mittel, ob bei Erkältung, Grippe oder einer Corona-Infektion. Bei Halsschmerzen und Husten sollten Sie genügend trinken, am besten heißen Ingwertee oder Gemüsebrühe. Auch Lutschpastillen können helfen. Ibuprofen kann gegen die Kopfschmerzen helfen und Nasenduschen mit Salzwasser bei einer verstopften Nase.
Wann sollte ich zum Arzt gehen?
Bei Verdacht auf eine Grippe, aber auch wenn Sie unter Atemnot und anhaltenden Schluckbeschwerden, Halsschmerzen oder sehr starkem Fieber leiden, sollten Sie auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. So können Sie testen lassen, ob es sich um eine normale Erkältung, eine bakterielle Folgeinfektion oder Grippeerkrankung handelt. Zudem gilt: Mit Erkältungssymptomen bleiben Sie lieber zuhause, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten.
Hatten Sie Kontakt zu einem Covid-19-Erkrankten oder leiden Sie an Husten oder anderen grippeähnlichen Symptomen, sollten Sie sich ebenfalls ärztliche Hilfe holen. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, sollten Sie vor dem Gang zur Arztpraxis telefonisch Rat einholen. Beachten Sie in jedem Fall Hygienemaßnahmen, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Sicherheitsabstand, Husten und Niesen in die Armbeuge und gründliches Händewaschen – auch, wenn Sie keine Symptome zeigen.
Erkältung oder Corona bei Kindern
Erkältungen kommen bei Kindern häufig vor. Ob im Kindergarten, in der Schule oder draußen beim Spielen – schnell läuft zuhause die Nase und der Husten geht los. Da das Immunsystem von Kindern die zahlreichen Viren noch nicht kennt, kann es diese auch noch nicht abwehren. Wenn die Erkältungssymptome nach einigen Tagen nicht weggehen, sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Auch Kinder können sich mit Corona anstecken. Im Gegensatz zu Erwachsenen verläuft die Krankheit hier jedoch milder und wird teils nicht ohne einen richtigen Test erkannt. Verbreiten können Kinder den Virus jedoch ebenso gut. Das bedeutet: Ab in die Selbstisolation und im Hotel Mama auskurieren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Was ist das beste Hausmittel bei Erkältung?
Das eine beste Hausmittel bei Erkältung gibt es nicht – entscheidend ist die Kombination. Am wichtigsten sind Ruhe und ausreichend Schlaf, damit Ihr Immunsystem arbeiten kann. Trinken Sie viel, vor allem Wasser und Kräutertees wie Salbei, Ingwer oder Lindenblüten, um die Schleimhäute feucht zu halten.
Eine entzündungshemmende Ernährung kann zusätzlich unterstützen: Warme Hühnersuppe enthält unter anderem Aminosäure Cystein und kann Entzündungsprozesse möglicherweise dämpfen, Zwiebeln und Knoblauch wirken antibakteriell und entzündungshemmend.
Bei Schnupfen helfen Nasenspülungen mit Salzlösung oder Inhalationen, bei Husten ein Löffel Honig (nicht für Kinder unter einem Jahr). Werden die Beschwerden stärker, halten länger an oder kommt hohes Fieber dazu, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Übelkeit bei Erkältung oder Grippe: Was tun?
Übelkeit bei Erkältung oder Grippe entsteht oft durch virale Reizung des Magens, Fieber oder verstopfte Nebenhöhlen. Sie lässt sich meist mit einfachen Maßnahmen lindern:
- Viel kleine Schlucke trinken: Klare Brühe (Hühner- oder Gemüsebrühe), Kräutertee (z. B. Fenchel, Kamille oder Ingwer) oder Wasser gleicht Flüssigkeitsmangel aus und beruhigt den Magen.
- Ingwertee: Frischer Ingwer (z. B. in heißem Wasser) wirkt übelkeitslindernd und entzündungshemmend.
- Leichte Kost: Zwieback, Weißbrot, Banane oder Reis. Trockene Kohlenhydrate binden Magensäure.
- Ruhe und Frischluft: In aufrechter Lage entspannen, kühle Luft schnuppern.
- Wärme am Bauch (z. B. Wärmflasche) entspannt.
Kann man Corona auch ohne Symptome haben?
Ja, man kann Covid-19 (Corona) auch ohne Symptome haben – das nennt sich asymptomatische Infektion. Dennoch können diese Personen das Virus weitergeben.
Wichtig ist deshalb: Nach engem Kontakt zu einer infizierten Person sollten Sie sich testen lassen, auch wenn Sie sich gesund fühlen. Haben Sie Kontakt zu Risikogruppen (z. B. ältere oder chronisch kranke Menschen), ist besondere Vorsicht geboten.
Erkältung in der Schwangerschaft: Was muss ich beachten?
Eine Erkältung in der Schwangerschaft ist in den meisten Fällen für Mutter und Baby harmlos. Schwangere sind jedoch anfälliger für Infekte, deshalb sind Schonung und sichere Maßnahmen besonders wichtig:
- Bei Fieber (ab ca. 38,5 °C), starken Beschwerden, Atemnot oder wenn nach wenigen Tagen keine Besserung eintritt: ärztlichen Rat einholen.
- Keine Medikamente auf eigene Faust einnehmen – auch keine pflanzlichen oder frei verkäuflichen Mittel. Immer Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt halten.
- Sanfte Hausmittel nutzen: viel trinken, Ruhe, Meerwassernasenspray, Inhalation mit Kochsalzlösung, lauwarme Tees sowie Gurgeln mit Salzwasser bei Halsweh.
Quellenangaben
- de.statista.com: Gemeldete Fälle von Influenza ("Grippe") in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2025
- rki.de: Grippesaison und Grippewelle
- infektionsradar.gesund.bund.de: Aktuelle Infos: Akute Atemwegserkrankungen in Deutschland
- influenza.rki.de: Wochenberichte der AGI